Orthopädische Erkrankungen beim Pferd und Kleintier betreffen häufig mehr als eine einzelne Struktur. Sehnen, Bänder, Muskulatur, Gelenke und Knochen können ebenso beteiligt sein wie myofasziale Schmerzsyndrome und funktionelle Einschränkungen.
Mit radialer und fokussierter ESWT stehen Ihnen zwei unterschiedliche therapeutische Verfahren zur Verfügung. rESWT eignet sich besonders für Muskulatur, myofasziale Strukturen sowie Sehnen- und Bandverläufe. fESWT ermöglicht die gezielte Behandlung klar lokalisierbarer Sehnen-, Band-, Gelenk- und Knochenpathologien. Je nach Befund können beide Verfahren eigenständig eingesetzt oder miteinander kombiniert werden.
Das Spektrum reicht beim Pferd von myofaszialen Schmerzsyndromen und Triggerpunkten über Tendinopathien, Fesselträger- und Bandverletzungen bis zu Osteoarthritis, Kissing Spines, Pseudarthrosen, Frakturen und Stressfrakturen. Beim Kleintier kommen unter anderem Wirbelsäulen- und Triggerpunktbeschwerden, Tendinopathien, Hüft- und Ellenbogenerkrankungen, Kniepathologien, Stressfrakturen, Pseudarthrosen sowie Wund- und Narbenbehandlung hinzu.
Mit dem iQ-medtec Konzept verbinden wir Technologie, veterinärmedizinische Anwendungserfahrung und klare Behandlungsstrategien zu einem Konzept, das sich sinnvoll in Praxis und Klinik integrieren lässt.
Fokussierte ESWT
Die fokussierte ESWT kommt dort ins Spiel, wo eine klar definierte Struktur behandelt werden soll – etwa bei Sehnen- und Bandverletzungen, Fesselträgerproblemen, Gelenkveränderungen oder knöchernen Befunden. Gerade bei tiefer liegenden oder präzise lokalisierbaren Veränderungen spielt sie ihre Stärke aus.
Radiale ESWT
Die radiale ESWT ist beim Pferd besonders stark, wenn Muskulatur, Faszien und größere funktionelle Zusammenhänge eine Rolle spielen. Sie eignet sich für myofasziale Schmerzsyndrome, Triggerpunkte, Rückenbeschwerden und für Befunde entlang von Sehnen- und Bandstrukturen.
Kombinierte ESWT
Viele Befunde beim Pferd sind nicht auf eine einzelne Struktur begrenzt. Deshalb ist die Kombination oft besonders interessant: fokussiert an der eigentlichen Läsion, radial entlang von Muskulatur, Faszien und funktionell beteiligten Strukturen.
Fokussierte ESWT
fESWT wird eingesetzt, wenn Sehnen, Gelenke oder Knochen im Vordergrund stehen. Das Spektrum reicht von Schulter-, Hüft-, Ellenbogen- und Knieproblemen bis zu verzögerter Knochenheilung, Stressfrakturen und Pseudarthrosen. Gerade beim Kleintier eröffnet die fokussierte Stoßwelle noch einen weiteren Bereich: Wundheilung und Narbenbehandlung. Hier geht es nicht nur um den Wundverschluss, sondern auch um die Qualität und Funktion des heilenden Gewebes.
Radiale ESWT
Beim Kleintier eignet sich rESWT besonders für muskuläre und myofasziale Beschwerden, Triggerpunkte sowie funktionelle Begleitbefunde rund um Wirbelsäule, Gelenke und Sehnen.
Kombinierte ESWT
Auch beim Kleintier kann es sinnvoll sein, die lokale Pathologie und das funktionelle Umfeld gemeinsam zu behandeln – fokussiert an der Struktur, radial an Muskulatur und angrenzenden Gewebebereichen.